Weinabteilung

 

In unserer Weinabteilung können Sie sich an den farbigen Weinetiketten orientieren:

gelb          = trocken

grün      = halbtrocken

rot      = lieblich

 

Unsere Weinabteilung steht für Vielfalt und Qualität: Hier erwarten Sie interessante Weine für jeden Anlass, aus traditionsreichen europäischen Anbaugebieten und aus Übersee, vom guten Landwein bis zum erlesenen Spitzenprodukt. Rebsortenvielfalt und Authentizität sind unsere besonderen Anliegen. In Sachen Wein engagierte und geschulte Mitarbeiter kümmern sich um die Pflege dieses Sortimentes und beantworten gerne Ihre Fragen.

Speisen und Wein

 

Erlaubt ist, was gefällt - auf diese kurze Formel lässt sich die Kombination von Speisen und Weinen getrost bringen. Galt früher noch die Regel: Helles Fleisch, heller Wein, dunkles Fleisch, dunkler Wein, muss man heute die Vielfalt und Komplexität der Weine auf dem Markt berücksichtigen; dies ist einerseits den Moden zuzuschreiben, aber vor allem den weiter entwickelten Techniken, Geräten und chemischen Möglichkeiten - da kann die Wahl schon mal zur Qual werden. 

 

Antipasti: Edelvernatsch aus Südtirol, Weißburgunder aus Deutschland oder ein Lugana aus Italien. 

 

Salate, ohne Essig: Müller-Thurgau oder Silvaner aus Deutschland, Grüner Veltliner aus Österreich oder ein Rosé aus Frankreich. SuppenBardolino Chiaretto, Soave aus Italien oder Portugieser Rosé aus Deutschland. 

 

Meeresfrüchte: Chardonnay aus Frankreich oder Italien, Crémant d'Alsace, Rueda oder ein Sauvignon Blanc aus Südafrika. SushiHalbtrockener Riesling, Rosé aus Deutschland oder Champagner. GemüseRiesling, Grauer Burgunder oder Spätburgunder Rosé aus Deutschland, Chardonnay oder Sauvignon blanc aus Frankreich.

 

Ganz ohne Grundsätze sollte man bei der Weinwahl allerdings dann doch nicht vorgehen. Da gilt es zunächst, einige Vorüberlegungen anzustellen: Um welchen Anlass handelt es sich? Ein Gartenfest? Dann sollte es eher ein leichter, fruchtig-frischer Wein sein. Ein besinnlicher Abend unter Weinkennern? Dann darf es ruhig ein ungewöhnlicherer, komplexerer Wein sein - etwa aus Übersee. Oder handelt es sich um ein festliches Mahl zu einem besonderen Anlass? Dann darf auch ein besonderer Wein gereicht werden. 

 

Fisch, luftgetrocknet oder geräuchert: Prosecco aus Italien, Crémant d'Loire oder Chardonnay aus Frankreich.

 

Gedämpfter Fisch: Leichter, trockener Weisswein z.B. Silvaner oder Pinot Grigio aus Italien. Edelfisch mit hellen Saucen: Chardonnay aus Frankreich, Sauvignon blanc aus Südafrika oder Riesling aus Baden.
 

Geflügel: Mit dunkler Sauce: Spätburgunder Rotwein aus Deutschland oder Merlot aus Frankreich. Gebraten: Syrah Rosé aus Frankreich, schlanker halbtrockener Riesling aus der Pfalz oder Müller-Thurgau aus Franken.
 

Wild, Wildente: Halbtrockener Dornfelder aus Deutschland, Cabernet Sauvignon aus Australien oder Barolo aus Italien.
 

Zu Hasenragout oder Hirschkeule: Cabernet Sauvignon aus Frankreich oder ein Chianti Classico. SchweinWeißer Burgunder aus Deutschland, ein Chardonnay aus Australien, kalifornischer Zinfandel oder ein Bardolino Classico.
 

Lamm: Shiraz aus Australien, Rioja, Douro oder ein Bordeaux Rouge.
 

Rind: Dornfelder Barrique, Chianti Classico, Rioja, Cabernet Sauvignon aus Chile.

 

Im nächsten Schritt sollte man sich über Geschmack des Weins, seine Komplexität und seine Aromen Gedanken machen. Dies gilt ebenso für die Speisen. Die Textur des Weins bezeichnet seine spürbaren Eigenschaften: samtig, weich, cremig, seidig, dünn, trocken, rauh. Sind die Aromen von Wein und Speisen vergleichbar, führt dies fast immer zu gelungenen Kombinationen.

Aber auch hier gilt: Gegensätze können sich anziehen.

Das heißt: Warum nicht einmal ein rauchiges Aroma zum Fisch kombinieren?

Grundsätzlich sollte der Wein den Speisen standhalten, ohne sie jedoch zu dominieren. Besonders auf die Saucen kommt es dabei an. Zu schweren Sahnesaucen passen vollmundige rote oder weiße Weine; Bratensaft braucht einen kräftigen, würzigen Wein – durchaus auch Weißwein. 

 

Pizza: Junger, fruchtiger Chianti, Bardolino Chiaretto, Vino Nobile di Montepulciano. Tacco & CoTempranillo aus Spanien, Shiraz aus Australien oder Cabernet Sauvignon aus Chile.

 

Tapas: Cava oder Prosecco, oder ein frischer Rosé aus Frankreich.
 

Gegrilltes: Dornfelder Barrique, Haut Rouge, Montepulciano D'Abruzzo, Rioja, Cabernet Sauvignon aus Chile oder ein Chardonnay aus Italien.
 

Reisgerichte:Riesling aus Deutschland, Soave aus Italien oder ein Grüner Veltliner aus Österreich. Pasta & CoPinot Grigio oder Orvieto oder ein Blauer Zweigelt aus Österreich.
 

Fingerfood: Halbtrockener Riesling, Müller-Thurgau oder ein trockener Sekt aus Deutschland, Cava oder Champagner.
 

Käse, Milde Käsesorten: Rosé oder Merlot aus Frankreich, Spätburgunder Rotwein aus Deutschland. Blauschimmel: Edelsüße Weine aus Deutschland oder ein Portwein.
 

Desserts: Ein lieblicher Morio Muskat oder Müller-Thurgau aus Deutschland, Asti, oder ein Portwein.

 

Servieren und Lagern
 

Der stilvolle Weingenuss beginnt beim Servieren. Dabei sollten einige Grundregeln beachtet werden, die durchaus keine geheimniskrämerischen Rituale darstellen, sondern im Gegenteil ihre guten Gründe haben.

 

Die Weinflasche wird am Tisch geöffnet. Zunächst wird die Kapsel deutlich unterhalb des Flaschenmundes abgeschnitten. Dies soll verhindern, dass der Wein über die Schnittkante rinnt und dabei etwas Geschmack abgegeben wird.

Unter der Kapsel kann sich Schimmel befinden. Dies ist ein Indiz dafür, dass die Flasche in einem feuchten Keller gelagert war. Der Schimmel beeinträchtigt weder die Qualität des Korkens, noch des Weins.

Ist der Korken gezogen, sollte man eine Geruchsprobe vornehmen. Fehlerhafte Korken riechen intensiv, gesunde Korken riechen entweder neutral oder aber nach Wein. Sollte der Korken abbrechen, muss der Korkenzieher noch einmal behutsam angesetzt werden. Fallen dabei Krümel in den Wein, werden diese mit den ersten ausgeschenkten Tropfen weggeschüttet. 

Zunächst schenkt der Gastgeber einen Fingerbreit Wein ins eigene Glas, um zu prüfen, ob er korkkrank bzw. frei von Fehlern ist. Er kann aber auch eine andere Person am Tisch fragen, ob sie den Wein prüfen möchte. Danach schenkt er allen Gästen ein und füllt zum Schluss sein eigenes Glas. Ein guter Gastgeber achtet darauf, dass seine Gäste nicht auf dem Trockenen sitzen.


Das Glas wird zu einem Drittel vollgeschenkt, großvolumige Gläser nur zu einem Viertel. Dies markiert meist die breiteste Stelle des Glases. Der Grund: Damit sich das Bouquet entfalten kann, braucht der Wein genug Sauerstoff. Sektflöten werden halb bis drei Viertel voll geschenkt. Die Regel, das Weinglas am Stiel, nicht am Kelch anzufassen, hat ebenfalls einen guten Grund: Dies soll verhindern, dass die Handwärme die Temperatur des Weins erhöht.

Wein trinkt man nicht gegen den Durst, man genießt ihn in kleinen Schlucken, hält ihn auf der Zunge und lässt ihn nachklingen. Gegen den Durst wird gern ein Glas Wasser dazu gereicht.

Niveauvoll ist ein Wechsel des Weins im Laufe des Menüs. Vor dem Essen ein Aperitif, dann Weißwein, danach Rotwein. Es können auch zwei rote oder zwei weiße Weine gereicht werden. Zum Abschluss passt ein Dessertwein. Wechselt man von Weiß- zu Rotwein, müssen auch die Gläser gewechselt werden. Dies gilt auch für den Dessertwein. Werden zwei ähnliche rote oder weiße Weine serviert, kann das benutzte Glas beibehalten werden.
 

Kübel:  Sekt und Champagner, aber auch Weißweine bekommen im Sektkübel die richtige Temperatur. Gefüllt wird er mit Eiswürfeln und Wasser. Sogar Rotweine kann man im Kübel schonend temperieren.
 

Weine werden horizontal aufbewahrt. Alte Weine sollten zwei Tage vor dem Servieren aufrecht stehen, damit das Depot auf den Boden sinkt. Beim langsamen Einschenken darauf achten, dass kein Depot ins Glas gelangt. 


Erst die richtige Temperatur  gibt dem Wein die Möglichkeit, sein geschmackliches Potential zu entfalten. Die Regel, Rotwein warm und Weißwein kühl zu servieren, führt häufig dazu, dass rote Weine zu warm, weiße dagegen zu kühl angeboten werden. Beide Fehler bedingen Geschmackseinbußen: Eine zu hohe Temperatur lässt den Alkoholgeruch zu stark hervortreten, eine zu niedrige verhindert, dass sich der Duft richtig entfalten kann. Aber auch die Geschmackspapillen auf der Zunge sind temperaturempfindlich. So werden die Geschmacksrichtungen süß und sauer bei höheren Temperaturen deutlicher wahrgenommen, bittere Nuancen bei niedrigeren Temperaturen. Allgemein gilt: Je einfacher die Qualität des Weins, desto kühler darf er serviert werden; je komplexer und qualitativ hochwertiger der Tropfen ist, desto wärmer die Serviertemperatur.

 

Kohlensäurehaltige Weine wie Prosecco, Sekt oder Champagner müssen kühl serviert werden, andernfalls wirken sie abgestanden. Die Kühle betont ihren fruchtigen Charakter. Qualitativ hochwertige Champagner dürfen wie Weißweine temperiert werden.Serviertemperatur und TrinktemperaturIst der Wein eingeschenkt, passt er sich rasch an die Zimmertemperatur an. Das bedeutet: Damit nicht nur der erste Schluck das volle Geschmackserlebnis zur Geltung bringt, sollte er etwa zwei Grad unter seiner idealen Trinktemperatur serviert werden. Bei hohen Außentemperaturen darf auch die Weintemperatur etwas steigen. Die Differenz zwischen beiden sollte beim Rotwein etwa zehn Grad betragen. Weißwein darf an heißen Tagen ein bis zwei Grad kühler genossen werden. Wein temperierenWein will behutsam auf die richtige Temperatur gebracht werden. Wer Wein im Eisfach oder in der Mikrowelle temperiert, tut ihm Gewalt an! Wird Rotwein im Keller gelagert, sollte er vor dem Servieren langsam auf Trintemperatur gebracht werden. Einen Weißwein kann man langsam im Kühlschrank oder im Sektkübel mit Wasser oder Eis temperieren.

 

Champagner, Sekt & Co.

 

Der Begriff Schaumwein wird für alle mit natürlichem Kohlendioxid oder künstlich hinzugefügter Kohlensäure angereicherten Weine verwendet. Der Grundwein wird für die zweite Gärung mit Zucker und Hefe versehen. Durch den Gärungsprozess entsteht ein Überdruck in der Flasche. Dieser muss mindestens 3 bar betragen. Der Wert für den minimalen Alkoholgehalt liegt bei 10 Prozent. Edle Schaumweine werden mittels der klassischen Flaschengärung hergestellt – auch „méthode champenoise“ oder „méthode traditionnelle“ genannt.


Wir stellen Ihnen drei Klassiker vor:

 

Champagner – die Luxus-Variante 


Ausschließlich Schaumwein, der aus dem Weinanbaugebiet Champagne kommt, darf sich mit diesem Markennamen schmücken. Das Anbaugebiet im Norden Frankreichs wurde 1927 genau definiert und umfasst eine Fläche von rund 34 000 Hektar. Anbau und Kelterung des festlichen Getränks unterliegen besonders strengen Regeln. Für die Herstellung von Champagner werden drei Rebsorten verwendet: Pinot Noir (rote Traube), Pinot Meunier (rot) und Chardonnay (weiß). Die individuelle Mischung bestimmt den Geschmack. Ein „Blanc de blancs“ wird nur aus den weißen Trauben, der „Blanc de noirs“ aus roten Trauben hergestellt. Wer einen besonders edlen Tropfen trinken möchte, der sollte auf dem Etikett Ausschau nach der Bezeichnung „cuvée prestige“ halten. 

Herstellungsdauer: min. 15 Monate / davon 9 Monate auf der Hefe; Kohlensäuredruck: ca. 6 bar 

 

Sekt – der Qualitätsschaumwein 


Sekt ist in Deutschland und Österreich eine gängige Bezeichnung. Handelt es sich um eine Erzeugerabfüllung, wird das Produkt mit „Winzersekt“ betitelt. Beim Einkauf gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual! Von trocken bis mild, alkoholfrei, mit Fruchtgeschmack oder als Rosé-Variante - Sekt gibt es in den unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen. Wer auf der Suche nach einem besonders edlen Erzeugnis ist, sollte darauf achten, dass auf dem Etikett die Flaschengärung als Herstellungsverfahren vermerkt ist. Meist wird jedoch auf das kostengünstigere Verfahren der Tankgärung zurückgegriffen. Finden Sie zusätzlich die Bezeichnung „b.A.“, bedeutet dies, dass alle verwendeten Trauben aus deutschen Anbaugebieten stammen. 

Herstellungsdauer (traditionelle Flaschengärung): min. 9 Monate auf der Hefe; Kohlensäuredruck: ca. 4–4,5 bar 

 

Crémant – der zweite Franzose 


Die Bezeichnung Crémant wird für alle französischen Schaumweine verwendet, die nach der traditionellen Flaschengärungsmethode hergestellt werden, jedoch nicht aus der Region Champagne stammen. Woher das Erzeugnis genau kommt, verrät uns der Name. Bekannte Sorten sind beispielsweise Crémant d’Alsace aus dem Elsass, Crémant de Bordeaux aus Bordeaux, der Crémant de Bourgogne aus Burgund sowie der Crémant de Loire aus Loire-Tal. Die zugelassenen Rebsorten variieren je nach Region, die Regeln hingegen sind einheitlich. Dazu gehören: die Ganztrauben-Pressung, eine maximale Ausbeute von 100 Litern pro 150 Kilogramm sowie eine obligatorische Geschmacksprüfung. 

Herstellungsdauer: min. 9 Monate auf der Hefe; Kohlensäuredruck: ca. 3,5 bar 

 

Kleiner Tipp: So öffnet man die Flasche richtig Kühlen Sie die Flasche vor dem Öffnen auf 6–12 Grad Celsius. Während des Öffnens bis zum Schluss einen Daumen auf dem Korken lassen. Die Flasche vom Körper weg und nicht auf andere Menschen richten. Drehen Sie den Flaschenboden, nicht den Korken. Druck langsam entweichen lassen und dabei die Flasche etwas schräg halten. So landet alles in den Gläsern und nicht auf dem guten Teppich.